Steuern

Freitag, 09.10.26

Kostentragung eines Verkehrswertgutachtens für Zwecke der Grundsteuer

Das Finanzgericht Baden-Württemberg entschied, dass die Kosten eines vom Steuerpflichtigen eingeholten – vom Finanzamt bereits im Verwaltungsverfahren angeforderten und auch vom Finanzgericht im Klageverfahren angeregten – Grund und Boden-Verkehrswertgutachtens eines örtlichen Gutachterausschusses zum Nachweis eines niedrigeren Grundstückswerts (§ 38 Abs. 4 LGrStG BW), das zur Reduzierung des Grundsteuerwerts von rund

Freitag, 09.10.26

Berechnung des deutschen Kindergeldes bzw. des Differenzkindergeldes – Vergleichbarkeit der Schweizer kantonalen Kinderzulage

Der Bundesfinanzhof hat unter anderem zu der Frage Stellung genommen, ob der in der Schweiz berücksichtigte Kinderabzug als anrechenbare Familienleistung zu berücksichtigen ist (Az. III R 37/23). Im konkreten Fall wohnte die Klägerin, eine deutsche Staatsangehörige, mit ihren drei Kindern und ihrem ebenfalls deutschen Ehemann in Deutschland. Während der Streitjahre

Donnerstag, 08.10.26

Einnahmen aus der Hundesteuer 2025 stagnieren auf hohem Niveau

Wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Welthundetags am 10. Oktober 2026 mitteilt, nahmen die öffentlichen Kassen im Jahr 2025 rund 429,7 Millionen Euro aus der Hundesteuer ein. Im Vergleich zum Vorjahr mit einem Rekordbetrag von 429,9 Millionen Euro blieben die Einnahmen nahezu unverändert. Im Zehnjahresvergleich betrug der Zuwachs 33,4 Prozent:

Donnerstag, 08.10.26

Referentenentwurf: Einkünfte aus bestimmten Kryptowerten sollen den Einkünften aus Kapitalvermögen zugeordnet werden

Für private Anleger in Kryptowerte könnten sich steuerliche Änderungen ergeben. Ein neuer Referentenentwurf des Bundesministeriums der Finanzen sieht vor, Einkünfte aus bestimmten Kryptowerten künftig den Einkünften aus Kapitalvermögen zuzuordnen. Aufgrund ihrer spekulativen Nutzung, ihrer hohen Liquidität und ihrer fehlenden Abnutzung werden Kryptowerte in der Praxis zunehmend auf eine Weise genutzt,

Mittwoch, 07.10.26

Entwurf des Jahressteuergesetzes 2026: Zinssatz für Nachzahlungs- und Erstattungszinsen soll erhöht werden

Der Entwurf des Jahressteuergesetzes 2026 enthält unter anderem folgende Änderungen: Der Gesetzentwurf befindet sich derzeit noch im parlamentarischen Verfahren (Bundestag und Bundesrat).

Mittwoch, 07.10.26

Neue Tatsachen aus den Akten eines Dritten ermöglichen Bescheidänderung

Das Finanzgericht Köln hatte zu klären, wann Tatsachen dem Finanzamt als „nachträglich bekannt geworden“ gelten und eine Änderung von Steuerbescheiden erlauben. Dabei ging es um Informationen aus den Steuerakten des Arbeitgebers eines Arbeitnehmers (Az. 11 K 58/19). Im Streitfall hatte ein Arbeitnehmer Fahrtkosten für Fahrten zu einem Kunden seines Arbeitgebers

Dienstag, 06.10.26

Neues Doppelbesteuerungsabkommen mit Albanien

Die Bundesregierung will das mit Albanien geschlossene Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) ändern. Das Änderungsprotokoll zum DBA mit Albanien wurde am 9. Juni 2026 unterzeichnet. Zur Einholung der Zustimmung des Deutschen Bundestags hat die Bundesregierung im September 2026 den Entwurf eines Gesetzes zu dem Protokoll vom 9. Juni 2026 zur Änderung des Abkommens

Dienstag, 06.10.26

Antrag auf schlichte Änderung nur innerhalb der Einspruchsfrist möglich

Mit einem Einspruch wenden sich Steuerpflichtige förmlich gegen einen Steuerbescheid. Daneben kann ein Steuerbescheid unter bestimmten Voraussetzungen auch durch einen sog. Antrag auf schlichte Änderung korrigiert werden. Anders als beim Einspruch betrifft dieser regelmäßig nur einzelne Punkte des Bescheids. Über die Voraussetzungen eines solchen Änderungsantrags hatte das Finanzgericht Hamburg zu

Freitag, 02.10.26

IT-Server begründet nicht automatisch eine inländische Ansässigkeit

Das Niedersächsische Finanzgericht hat entschieden, dass eine Gesellschaft trotz eines in Deutschland betriebenen IT-Servers als im Ausland ansässig anzusehen sein kann, wenn sich ihre tatsächliche Geschäftsleitung im Ausland befindet (Az. 5 K 122/25). Im Streitfall begehrte eine Gesellschaft den Vorsteuerabzug im regulären Besteuerungsverfahren. Das Finanzamt verwies sie dagegen auf das

Freitag, 02.10.26

Vorabausschüttung bleibt auch bei möglicher Nichtigkeit kapitalertragsteuerpflichtig

Das Finanzgericht Düsseldorf hat entschieden, dass eine bereits angemeldete und abgeführte Kapitalertragsteuer für eine Vorabausschüttung nicht nachträglich auf null herabgesetzt werden kann, nur weil die ausschüttende GmbH die Nichtigkeit des Ausschüttungsbeschlusses geltend macht (Az. 7 K 2304/25 AO). Im Streitfall hatte eine GmbH im Jahr 2022 eine Vorabausschüttung an ihre