Steuern

Mittwoch, 20.05.26

Vorbesitzzeiten von Schwesterpersonengesellschaften bei der § 6b-Rücklage

Vor dem Finanzgericht Münster klagte eine GmbH & Co. KG, deren alleinige Kommanditistin zugleich zu 100 Prozent Kommanditistin einer anderen GmbH & Co. KG ist. Diese Schwester-KG war seit mindestens 1998 Eigentümerin eines Grundstücks, das sie 2014 entgeltlich an die Klägerin veräußerte. Die Klägerin veräußerte das Grundstück 2019 an einen

Mittwoch, 20.05.26

Aufzeichnungspflicht für Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer von Selbstständigen

Im Urteilsfall machte ein selbstständig tätiger Steuerpflichtiger Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer in seinem Eigenheim geltend. Das Finanzamt erkannte die geltend gemachten Kosten nur teilweise an. Das Finanzgericht wies die Klage ab, weil der Kläger seine Aufzeichnungspflichten nicht erfüllt habe. Er hatte die Belege lediglich gesammelt und erst im Rahmen

Dienstag, 19.05.26

Kassenführung bei mobilen Handelsbetrieben ohne feste Betriebsstätte – Anforderungen, typische Fehler und steuerliche Konsequenzen

Mobile Handelskonstellationen – insbesondere im Bereich des Lebensmittelhandels – sind in der Praxis keineswegs selten. Typischerweise erfolgt der tägliche Wareneinkauf bei Großhändlern mit anschließender unmittelbarer Weiterveräußerung an Abnehmer, ohne dass eine feste Betriebsstätte oder Lagerhaltung besteht. Die Geschäftsabwicklung erfolgt dabei häufig vollständig in bar. Gerade in diesen Fällen zeigt sich

Dienstag, 19.05.26

Werbevertrag eines Fußballers: Sonstige Einkünfte – keine Gewerbeeinkünfte

Die Werbetätigkeit eines Fußballspielers als „Markenbotschafter“ führt für sich genommen noch nicht zu einer gewerblichen Tätigkeit, wenn durch Honorarzahlungen ausschließlich besondere Leistungen und Erfolge im Bereich des Fußballsports vergütet werden. So entschied das Finanzgericht Düsseldorf (Az. 10 K 48/25). Ein junger Fußball-Spieler bekam Prämien nur für besondere sportliche Leistungen (z.

Montag, 18.05.26

Jahresabschlüsse von Unternehmen: Vorsicht bei „Fake-Zahlungsaufforderungen“

Bundeszentralamt für Steuern und Bundesamt für Justiz warnen immer wieder vor betrügerischen E-Mails mit Zahlungsaufforderungen. Unternehmen hätten angeblich ihre Jahresabschlüsse nicht veröffentlicht und sollten jetzt an die angegebene Bankverbindung überweisen. Tun Sie es nicht! Klicken Sie nicht auf irgendwelche Links! Öffnen Sie keine Anhänge! Auch, wenn viel Druck gemacht wird.

Montag, 18.05.26

Erbschaftsteuer- und Einkommensteuerpflicht der nichtehelichen Lebensgefährtin für Hinterbliebenenleistung aus Direktversicherung ist rechtmäßig

Die „Doppelbesteuerung“ (Einkommensteuer plus Erbschaftsteuer) der Lebensgefährtin eines Verstorbenen für eine Hinterbliebenenleistung ist verfassungsrechtlich zulässig. Das entschied das Finanzgericht München (Az. 4 K 2179/25). Die Klägerin war Lebensgefährtin des Verstorbenen und erhielt aus einer betrieblichen Direktversicherung eine Hinterbliebenenleistung von 213.402,11 Euro. Diese Zahlung wurde bereits der Einkommensteuer unterworfen und zusätzlich

Freitag, 15.05.26

Nachträgliche Verlustberücksichtigung in der Anlage KAP – Revisionsverfahren vor dem Bundesfinanzhof

Im konkreten Fall streiten die Beteiligten darüber, ob das beklagte Finanzamt verpflichtet ist, den Einkommensteuerbescheid 2020 nach Eintritt der Bestandskraft zu ändern und die seitens der A-Bank bescheinigten Verluste zu berücksichtigen. Am 11.03.2021 erteilte die A-Bank dem Kläger eine „Jahressteuerbescheinigung für das Jahr 2020“. Darin wurden für den Zeitraum vom

Freitag, 15.05.26

Mobiles Arbeiten selbst vom Ausland aus möglich – Steuerliche Konsequenzen bedenken!

In Deutschland gilt der Grundsatz: Wer im Inland seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat, muss alle seine Einkünfte in Deutschland versteuern – egal, wo sie erzielt werden. Andere Jurisdiktionen haben ähnliche bzw. gleiche Regelungen, zum Beispiel in Österreich. Weil dann der deutsche und österreichische Fiskus auf das gleiche Einkommen zugreifen

Mittwoch, 13.05.26

Werbungskostenabzug bei Dienstreisen mit Privatwagen statt Firmenwagen?

Der Bundesfinanzhof entschied, dass Aufwendungen für Dienstreisen mit dem Privatwagen in der Regel unangemessen und deshalb in voller Höhe nicht als Werbungskosten zu berücksichtigen sind, wenn der Steuerpflichtige über einen Firmenwagen verfügt und ihm bei dessen Nutzung keine Fahrtkosten entstanden wären (Az. VI R 30/24). Die Beteiligten streiten über die

Mittwoch, 13.05.26

Lastschrifteinzug beim Finanzamt ratsam

Bei der Kfz-Steuer muss man inzwischen gleich bei der Zulassung ein SEPA-Lastschriftmandat erteilen, ansonsten wird das Auto nicht zugelassen. Bei allen anderen Steuerarten sollte man das ebenfalls tun. Denn, wenn man ein Lastschriftmandat erteilt hat und auf dem Konto ausreichende Deckung besteht, fallen keine Säumniszuschläge auf fällige Steuerzahlungen an. Wenn