Steuern

Dienstag, 24.03.26

Umfang der Steuerbefreiung für überhöhte Aufwandsentschädigungen an einen ehrenamtlich tätigen Ortsvorsteher

Das Sächsische Finanzgericht entschied, dass eine Aufwandsentschädigung nur dann steuerfrei nach § 3 Nr. 12 Satz 2 EStG ist, wenn der dem Empfänger tatsächlich entstandene Aufwand nicht offensichtlich geringer ist als die gezahlte Entschädigung (Az. 4 K 788/23). Im konkreten Fall war streitig, in welchem Umfang die an eine ehrenamtliche

Montag, 23.03.26

Regelungen zur umsatzsteuerlichen Behandlung der Kfz-Überlassung an Arbeitnehmer bekräftigt

Wenn ein Unternehmer eine Lieferung oder eine sonstige Leistung erbringt, um dafür ein Entgelt zu erhalten, fällt in der Regel Umsatzsteuer an. Das Entgelt für eine Leistung muss dabei nicht zwangsläufig in Form einer Geldzahlung bestehen. Auch die Arbeitsleistung eines Arbeitnehmers kann (teilweise) Gegenleistung für eine Leistung des Unternehmers (Arbeitgebers)

Montag, 23.03.26

Keine Tarifermäßigung für Corona-Finanzhilfen im Jahr des Einnahmeausfalls

Erhält ein Gewerbetreibender Finanzhilfen zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen der Einschränkungen infolge der COVID-19-Pandemie, die in dem Veranlagungszeitraum gewinnerhöhend erfasst werden, für den sie bewilligt worden sind, fehlt es nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs an der für die Annahme außerordentlicher Einkünfte erforderlichen Zusammenballung von Einkünften (Az. X B 27/25). Im

Montag, 23.03.26

Anwendung der sog. modifizierten Trennungstheorie bei teilentgeltlicher Übertragung betrieblicher Einzelwirtschaftsgüter

Der Bundesfinanzhof entschied zur Anwendung der sog. modifizierten Trennungstheorie bei der teilentgeltlichen Übertragung betrieblicher Einzelwirtschaftsgüter im Anwendungsbereich des § 6 Abs. 5 Satz 3 Nr. 2 EStG (Az. IV R 17/23). Insbesondere war die Frage zu klären, ob bei teilentgeltlicher Übertragung eines im Sonderbetriebsvermögen gehaltenen Wirtschaftsguts in das Gesamthandsvermögen einer

Montag, 23.03.26

Arbeitnehmerfinanzierte Pensionszusage – Problem der verdeckten Gewinnausschüttung

Der Bundesfinanzhof hat zur Frage Stellung genommen, ob die Indizwirkung einer fehlenden Erprobung der Qualifikation und Leistungsfähigkeit des Gesellschafter-Geschäftsführers oder einer Pensionszusage unmittelbar nach Gründung der Kapitalgesellschaft entfällt, wenn eine Pensionszusage durch Entgeltumwandlung finanziert wird (Az. I R 50/22). Wenn die einem angestellten Gesellschafter-Geschäftsführer zugesagte Pension ausschließlich durch Entgeltumwandlung finanziert

Freitag, 20.03.26

Probleme bei der Umsatzsteuer bei innergemeinschaftlichem Erwerb – Fallbeispiele

Die rechtzeitige und korrekte Verwendung der Umsatzsteuer-IdNr. ist entscheidend, um eine Doppelbesteuerung bei innergemeinschaftlichen Erwerbsvorgängen zu vermeiden. Diese muss bei Beginn der Lieferung/Versendung gültig sein und sollte dem liefernden Unternehmer vorgelegt werden. Ein in Düsseldorf lebendes Ehepaar vermietet ihre Zweitwohnung in Köln ständig über AirBnB kurzfristig zu Messezeiten an wechselnde

Freitag, 20.03.26

Für die Schenkungsteuer ist jede Eigentumswohnung einzeln zu bewerten

Bei nach dem Wohnungseigentumsgesetz aufgeteiltem und baulich getrenntem Wohnungseigentum bildet grundsätzlich jede einzelne Wohnung eine eigene wirtschaftliche Einheit. Liegen Vergleichswerte vor, ist zwingend das Vergleichswertverfahren anzuwenden. Eine Zusammenfassung zu einem Mietwohngrundstück im Ertragswertverfahren kommt nur in eng begrenzten Ausnahmefällen in Betracht. So entschied das Finanzgericht Köln (Az. 4 K 2035/24).

Freitag, 20.03.26

Bei fehlendem Datenabgleich durch Finanzamt besteht Anspruch auf Änderung der Kirchensteuerfestsetzung

Gleicht das Finanzamt elektronisch übermittelte Daten der Meldebehörde in Bezug auf die Zugehörigkeit zu einer Kirche nicht mit den Angaben in den Einkommensteuererklärungen ab, muss es bestandskräftige Kirchensteuerfestsetzungen aufheben (§ 175b Abs. 1 AO). So entschied das Finanzgericht Münster (Az. 4 K 884/23). Der Kläger trat im Jahr 2017 aus

Donnerstag, 19.03.26

Versehentliche Doppelbesteuerung oder nicht ordnungsgemäße Umsatzbesteuerung beim Reverse-Charge-Verfahren

Die Anwendung des Reverse-Charge-Verfahrens im Umsatzsteuerrecht wird häufig übersehen, was mitunter zu einer versehentlichen Doppelbesteuerung oder einer nicht ordnungsgemäßen Umsatzbesteuerung führen kann. Das Reverse-Charge-Verfahren bedeutet, dass in bestimmten Fällen nicht der leistende Unternehmer, sondern der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer schuldet. Dies gilt insbesondere bei sonstigen Leistungen von im Ausland ansässigen Unternehmen.

Donnerstag, 19.03.26

Kindergeld ohne Antrag: Entlastung für Familien geplant

Die Bundesregierung will Kindergeld künftig automatisch nach der Geburt auszahlen. Ein Antrag entfällt – das soll vor allem junge Eltern entlasten und Bürokratie abbauen. Das Bundeskabinett hat am 18.03.2026 den Gesetzentwurf für das antragslose Kindergeld beschlossen. Technisch läuft das über bereits vorhandene Daten: Die Geburt wird gemeldet, das Kind erhält