Einkommensteuer

Montag, 21.09.26

Abzug von Unterhaltszahlungen an die dauernd getrennt lebende Ehefrau bereits im Trennungsjahr

Das Finanzgericht Düsseldorf hatte darüber zu entscheiden, ob Unterhaltszahlungen an den dauernd getrennt lebenden Ehepartner bereits im Trennungsjahr als Sonderausgaben im Wege des sog. Realsplittings abgezogen werden können (Az. 9 K 2776/25 E). Im konkreten Fall trennten sich der Kläger und seine (damalige) Ehefrau im März 2023. Der Kläger leistete

Montag, 21.09.26

Energetische Sanierung: Steuerermäßigung richtet sich nach Miteigentumsanteil

Das Finanzgericht Münster entschied, dass ein Miteigentümer die Steuerermäßigung nach § 35c EStG für eine selbst bezahlte energetische Sanierung nur in Höhe seines Miteigentumsanteils beanspruchen kann (Az. 6 K 1431/23 E). Im konkreten Fall war der Kläger zu einem Viertel Miteigentümer eines Zweifamilienhauses mit einer Wohnfläche von 247 qm. Er

Freitag, 18.09.26

Abziehbarkeit der Kosten für ein außerhäusliches Arbeitszimmer

Das Niedersächsische Finanzgericht hatte zu klären, ob ein Ehegatte die Aufwendungen für ein außerhalb der Familienwohnung im gleichen Mehrfamilienhaus angemietetes und ausschließlich beruflich genutztes Arbeitszimmer vollständig als Werbungskosten abziehen kann (Az. 3 K 54/26). Im konkreten Fall wohnten die Kläger gemeinsam in einer Mietwohnung in einem Mehrfamilienhaus und hatten in

Mittwoch, 16.09.26

Keine außergewöhnliche Belastung für Delfintherapie ohne vorherigen qualifizierten Nachweis

Das Finanzgericht Nürnberg entschied, dass Aufwendungen für eine wissenschaftlich nicht anerkannte Delfintherapie nur dann als außergewöhnliche Belastung abziehbar sind, wenn die Zwangsläufigkeit vor Behandlungsbeginn durch ein amtsärztliches Gutachten oder eine ärztliche Bescheinigung des Medizinischen Dienstes nachgewiesen wird. Das Gericht stellte klar, dass weder ein privatärztliches Attest noch die frühere Anerkennung

Mittwoch, 16.09.26

Bundesfinanzhof bestätigt Besteuerung der Energiepreispauschale bei Arbeitnehmern

Der Bundesfinanzhof entschied, dass die im Jahr 2022 an Arbeitnehmer ausgezahlte Energiepreispauschale (gem. § 119 Abs. 1 Satz 1 EStG) in Höhe von 300 Euro als steuerpflichtiger Arbeitslohn (§ 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG) behandelt werden durfte und dass diese einkommensabhängige Besteuerung verfassungsgemäß ist (Az. VI R

Dienstag, 15.09.26

Rückforderung von Kindergeld bei fehlendem Kontakt zum volljährigen Kind

Das Finanzgericht Baden-Württemberg entschied, dass Kindergeld auch von einer Mutter zurückgefordert werden kann, die von ihrem volljährigen Kind nicht über den Abbruch der Suche nach einem Studienplatz oder Ausbildungsplatz informiert wurde. Das Gericht sah jedoch von der Erhebung der Kosten ab und äußerte sich zur Möglichkeit einer Aufrechnung des Rückforderungsbetrags

Montag, 14.09.26

Rückstellungen für Arbeitsfreistellungen und sonstige Zusatzleistungen im Zusammenhang mit Arbeitsverträgen

Das Bundesministerium der Finanzen hat seine Vorgaben zur steuerlichen Behandlung von Rückstellungen im Zusammenhang mit Arbeitsverhältnissen überarbeitet. Das neue Schreiben berücksichtigt aktuelle Urteile des Bundesfinanzhofs und erläutert insbesondere die Behandlung von Arbeitsfreistellungen unter Fortzahlung des Entgelts, Dienstjubiläen und Vorruhestandsregelungen. Ziel ist eine einheitliche Anwendung der steuerlichen Grundsätze bei Verpflichtungen gegenüber

Freitag, 11.09.26

Wohnmobil als Zweitwohnsitz – Aufwendungen als Werbungskosten für doppelte Haushaltsführung absetzbar?

Das Finanzgericht Baden-Württemberg hat zu der Frage Stellung genommen, ob im Streitfall die Aufwendungen für ein Wohnmobil Werbungskosten für eine doppelte Haushaltsführung sein können (Az. 4 K 221/25). Im konkreten Fall hatte der Kläger im September 2022 den Arbeitgeber gewechselt. In der Einkommensteuererklärung für 2022 erklärte er als Arbeitnehmer bei

Donnerstag, 10.09.26

Sonderabschreibung nach § 7b EStG auch bei Wiederherstellung einer vermietbaren Wohnung möglich

Wird langjährig zusammengeführter Wohnraum wieder in selbstständige Wohneinheiten aufgeteilt, kann dies steuerlich als Schaffung einer neuen Wohnung gelten, entschied das Finanzgericht Düsseldorf. Die Kläger hatten zwei ursprünglich selbstständige Doppelhaushälften im Jahr 2001 zu einer großen Wohneinheit verbunden. Erst 2021 wurden die Häuser wieder getrennt; eine Haushälfte wurde anschließend vermietet. Das

Donnerstag, 10.09.26

Verkürzte Restnutzungsdauer durch Gutachten nachweisen

Das Finanzgericht München stellt klar, dass für den Nachweis einer kürzeren Nutzungsdauer keine bestimmte Gutachtenart vorgeschrieben ist. Entscheidend ist vielmehr, dass die Bewertung nachvollziehbar auf die Besonderheiten des jeweiligen Gebäudes eingeht (Az. 8 K 1147/23). Eine Grundstückseigentümerin hatte für eine vermietete Betriebshalle eine kürzere tatsächliche Nutzungsdauer von 18 Jahren geltend